Journal: Berichte zum Schweizer Autokaufverhalten
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ETH Zurich, Institute for Environmental Decisions (IED), Natural and Social Science Interface (NSSI)
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Berichte zum Schweizer AutokaufverhaltenPeters, Anja; de Haan, Peter; Müller, Michel (2006)Der Durchschnittsverbrauch der Neuzulassungen nimmt um –1.2% bis –1.7% jährlich ab. Weil aber die Fahrleistung jeweils um +2% bis +3% steigt, neben Treibstoffabsatz und die CO2-Emissionen des Strassenverkehrs dennoch zu. Deshalb werden weitere mögliche Massnahmen zur Steigerung der Treibstoffeffizienz des motorisierten Individualverkehrs untersucht: Einerseits angebotsorientiert (auf Ebene Hersteller/Importeur/Verkäufer), anderseits nachfrageorientiert (auf Ebene Autokäufer/Autofahrer). Beide Kategorien sind aufeinander angewiesen, denn treibstoff-effiziente Fahrzeuge brauchen Käufer, und energie-bewusste Konsumenten wünschen entsprechende Autos. Deshalb sind Kenntnisse wichtig, welche Informationen und Informationsquellen die Konsumenten bereits nutzen und welche weitere Informationen erwünscht sind, sowie welche Akzeptanz mögliche Massnahmen vorfinden. Denn Massnahmen mit dem Ziel, Verhaltensänderungen im Umweltbereich zu bewirken, sind nur dann nachhaltig, wenn ihr Sinn verstanden und akzeptiert wird. Der vorliegende Bericht präsentiert die Auswertungen entsprechender Frage-Items, welche Teil der 1. Welle der ETH-Grossbefragung „Mobilität und Autokauf“ im Juni 2005 waren. Die heutigen Mittel zur Konsumenteninformation im Bereich energie-effiziente Fahrzeuge, d.h. die Energie-Etikette sowie die Fahrzeuglisten der Verkehrsverbände TCS und VCS, werden von den Befragten in Hinblick auf ihre Kaufentscheidung als eher unbedeutend eingestuft. Über 60% der Neuwagenkäufer geben in der Befragung an, zusätzliche Informationen zu energie-effizienten Autos zu wünschen – offenbar gelingt es der Energie- Etikette und den Fahrzeuglisten (noch) nicht, diesem Informationsbedürfnis zu entsprechen. Angebotsorientierte Massnahmen, welche eine weniger direkte Einschränkung der individuellen Wahlfreiheit implizieren, geniessen eine höhere Akzeptanz als nachfrageorientierte; auch diese werden jedoch nur von ca. 10% der Befragten klar abgelehnt. Ein wichtiges Resultat der Studie ist somit, dass die allgemeine Akzeptanz von CO2-Reduktionsmassnahmen hoch ist, was auf die generelle Bereitschaft und Einsicht in die Notwendigkeit schliessen lässt, den Treibstoffverbrauch weiter zu reduzieren. Bei der konkreten Umsetzung solcher Massnahmen zeigt sich eine klare Bevorzugung (neben der Zustimmung zu „mehr Information“) von Bonus-Malus-Systemen (d.h. für Prämien beim Kauf sparsamer und Zusatzzahlungen beim Kauf verbrauchsintensiver Fahrzeuge) gegenüber anderen Massnahmen. Eine Erhöhung der Treibstoffpreise würde sehr schlecht akzeptiert und wird offenbar nicht als probates Mittel zur CO2-Reduktion eingestuft. Die Befragten wurden ausserdem nach ihrem mutmasslichen Verhalten befragt für den Fall von Bonus-Prämien. Es zeigt sich, dass die Bereitschaft, wegen einer solchen Prämie auf ein kleineres Auto oder einen kleineren Motor zu wechseln, abnimmt mit der Zunahme der Autogrösse, welche die Befragten als Wunsch beim nächsten Autokauf angeben. Schlussfolgerungen dieses Berichts. Die Autofahrer zeigen eine hohe allgemeine Akzeptanz gegenüber CO2-Reduktionsmassnahmen. Ihre Kenntnisse hinsichtlich energie-effizienter Fahrzeuge sind noch gering, und sie wünschen sich deshalb zu einem grossen Teil weitere Informationen. Bei den konkreten Massnahmen werden Bonus-Malus-Systeme beim Neuwagenkauf klar bevorzugt, am wenigsten Akzeptanz fänden Treibstoffpreiserhöhungen. Die detaillierte Untersuchung möglicher Verhaltensmuster unter Bonusprämien lässt darauf schliessen, dass eine relativ definierte Energie-Effizienz als Basis der Energie-Etikette (und damit als Basis der Bonusberechtigung) die Effektivität und Akzeptanz von Bonusprämien steigern kann, weil dann Käufer grösserer Autos mit einer ähnlich grossen Verhaltensänderung A-Klasse-Autos erwerben können und somit besser angesprochen würden als bei einer absolut definierten Energie-Effizienz.- Wave 2 der Grossbefragung „Mobilität und Autokauf“Item type: Report
Berichte zum Schweizer AutokaufverhaltenPeters, Anja; de Haan, Peter; Müller, Michel (2006)Bei dem vorliegenden Bericht handelt es sich um den Hintergrundbericht der zweiten Befragungswelle (Wave 2) der Grossbefragung zu Mobilität und Autokauf, die im Rahmen des Projektes „Entscheidungsfaktoren beim Kauf treibstoff-effizienter Neuwagen“ durchgeführt wurde. In Wave 1 im Juni 2005 sind detaillierte Daten zu Käufercharakteristika und Entscheidungsprozessen und –kriterien beim Autokauf erhoben worden. Mit dieser zweiten Befragung ein Jahr später wurden nun psychologische Variablen wie Einstellungen, Überzeugungen und Normen erhoben, von denen aufgrund der psychologischen Forschung angenommen wird, dass sie Entscheidungsprozess und -kriterien der Konsumenten insbesondere in Hinblick auf Treibstoff-Effizienz beeinflussen. Zunächst wird ein kurzer Überblick gegeben über Ausgangslage, Ziele und Methode des Projektes, wobei auf die Einbettung der einzelnen Befragungen in die Gesamtbefragung eingegangen wird. Anschliessend werden die theoretischen Hintergründe dieser Befragung dargestellt. Darauf aufbauend wird die Vorgehensweise bei der Befragung beschrieben: die Entwicklung und die Inhalte des Fragebogens, die Stichprobe, an die der Fragebogen versendet wurde und die Durchführung der Befragung selbst sowie der derzeitige Rücklauf. This report is the background report on wave 2 of the large-scale survey about mobility and car purchase, which was conducted within the project “How people buy fuel-efficient cars”. In wave 1 in June 2005 detailed data on consumer characteristics and decision processes and criteria within car purchase were collected. By means of this second survey one year later psychological variables like attitudes, beliefs and motives were gauged, which are – on the basis of psychological research – supposed to influence decision process and criteria with special regard to fuel-efficiency. First, an overview on the starting position, the aim and the method of the project is given, which also presents how the survey waves are embedded in the whole survey. Afterwards the theoretical backgrounds of this survey are presented. The next chapter describes the procedure of the survey: the development and contents of the questionnaire, the sample which received the questionnaire and the way the survey was conducted as well as the current response rate.
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