Ökologische Infrastruktur umsetzen: die Rolle der sektorübergreifenden Koordination


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2025

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Die Umsetzung der Ökologischen Infrastruktur (ÖI) soll die Erhaltung und die Förderung der Biodiversität gewährleisten. Da Biodiversität zahlreiche gesellschaftliche Bereiche betrifft, ist eine sektorübergreifende Koordination unerlässlich. Ein zentraler Ansatz zur Förderung dieser Koordination ist das sogenannte Mainstreaming. Mainstreaming bedeutet, dass die Konsequenzen einer Policy (d. h. Ziele und politische Programme, inkl. Gesetze und Strategien, mit Massnahmen zur Lösung gesellschaftlicher Probleme) zu einer gewissen Thematik (z. B. Biodiversität) in allen betroffenen Sektoren (z. B. Landwirtschaft, Gewässer oder Verkehr) und auf allen relevanten Verwaltungsebenen erkannt wird und als Entscheidungsbasis dienen. Anders gesagt, das Mainstreaming fordert eine sektorübergreifende Koordination. Der vorliegende Bericht legt den Fokus auf Gesetzgebungen und Strategien verschiedener Sektoren auf Bundesebene in der Schweiz. Durch eine gemeinsame Problemdefinition und abgestimmte Lösungsansätze zwischen den Sektoren entsteht eine tragfähige Grundlage für eine koordinierte Umsetzung der ÖI. Eine Analyse von 23 Bundesdokumenten (Gesetze und Strategien) in sechs verschiedenen Sektoren (Biodiversität und Naturschutz, Gewässer, Landwirtschaft, Raumplanung, Verkehr, und Wald) im Jahr 2025 hat ergeben, dass sich die Problemdefinitionen und Lösungsansätze für die Umsetzung der ÖI in den Bundesdokumenten allgemein auf vier Zielbereiche konzentrieren: die Erhaltung des Schutzes, der Qualität und der Stabilität von Lebensräumen sowie die Förderung des Wissenstransfers. In allen Bereichen liegt dabei der Fokus auch auf der dauerhaften Sicherung der Beiträge der Natur für die Gesellschaft. Die Analyse zeigt, dass die Gesetze und Strategien des Wald- und des Biodiversitäts- und Naturschutzsektors die meisten Gemeinsamkeiten in Bezug auf beschriebene Problemdefinitionen und Lösungsansätze für die Umsetzung der ÖI aufweisen; hingegen der Verkehrs- und der Biodiversitäts- und Naturschutzsektor am wenigsten. In verschiedenen Sektoren bestehen sektorspezifische biodiversitätsschädigende Subventionen, welche den Massnahmen zur Umsetzung der ÖI entgegenwirken. Die Anpassung dieser Subventionen wird als förderlich für die Erhaltung der Biodiversität erachtet. Auch ein verstärkter Wissensaustausch kann die sektorübergreifende Koordination verbessern.

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Eidgenössische Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft WSL

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Ökologische Infrastruktur; Mainstreaming; Policy integration; Schweiz

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03706 - Widmer, Alexander / Widmer, Alexander check_circle
08693 - Gruppe Natural Resource Policy / Natural Resource Policy check_circle

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