Übersicht relevanter Policy Aspekte für die sektorübergrefende Umsetzung der Ökologischen Infrastruktur
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Date
2025
Publication Type
Report
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Dieser Bericht wurde durch die Arbeitsgruppe Lebensraumvernetzung und Ökologische Infrastruktur des Synthesezentrums Biodiversität erarbeitet. Der Inhalt dieses Berichts wurde durch einen iterativen Prozess in der Arbeitsgruppe bestimmt. Wir haben uns auf eine Auswahl an Sektoren und Massnahmen, die für die Umsetzung der Ökologischen Infrastruktur (ÖI) relevant sind, geeinigt. Zudem haben wir uns auf die Akteursressourcen von Akteur:innen, die für die Umsetzung der ÖI benötigt werden, fokussiert.
Zunächst fasst der Bericht wichtige Hintergrundinformationen zur ÖI zusammen, damit sich Personen, die beginnen, sich mit der Thematik zu beschäftigen, einen Überblick verschaffen können. Zentral bei der ÖI ist ein landesweites Netzwerk von Schutz- und Vernetzungsgebieten, das artenreiche Lebensräume verbindet, wodurch die Ausbreitung von Arten gefördert wird. Dies erhält die Funktionsfähigkeit von Ökosystemen. Dieses Ziel tangiert zahlreiche Sektoren, die einen (in)direkten Einfluss auf die Bodennutzung in der Schweiz haben bzw. die im Raum wirken. In diesem Bericht fokussieren wir uns auf die Sektoren Biodiversität und Naturschutz, Gewässer, Landwirtschaft, Raumplanung, Siedlung, Verkehr sowie Wald. Tabellarisch zeigen wir die Bedeutung der jeweiligen Sektoren für die ÖI auf und geben an, mit welchen Herausforderungen sie konfrontiert sind. Es gibt ebenfalls eine Übersicht zu den grundlegenden Regulierungen, die in den jeweiligen Sektoren auf Bundes- und Kantonsebene in Bezug auf die ÖI wichtig sind. Diese Tabelle kann dafür genutzt werden, sich einen Überblick über die rechtlichen Grundlagen anderer Sektoren zu verschaffen und somit ein grobes Verständnis für die unterschiedlichen Anforderungen zu erlangen.
Um wirksam zu werden, nutzen die unterschiedlichen Sektoren für die Umsetzung der ÖI unterschiedliche Massnahmen. Wir fassen hier zentrale Massnahmen für die ÖI zusammen und stellen dar, welche der gesammelten Massnahmen von welchen Sektoren bereits genutzt werden. Es gibt einige Massnahmen (z. B. Runde Tische, Beratungsprojekte, Good-Practice-Beispiele, ökologischer Ausgleich), die von mehreren Sektoren genutzt werden, was eine Grundlage für sektorübergreifende Zusammenarbeit bieten könnte.
Um die Umsetzung der Massnahmen greifbar zu machen, beziehen wir uns auf zwei Fallbeispiele zu verschiedenen Projekten. Dabei zeigen wir die Rolle von Akteursressourcen auf (z. B. Geld, Zeit, Personal, Infrastruktur wie Flächen, politische Unterstützung), die je nach Projekt unterschiedlich vorhanden sind und deren Zusammensetzung und Nutzung den Erfolg des Projekts beeinflussen kann. Die Fallbeispiele zeigen, dass neben den prominenten Akteursressourcen – wie die finanziellen Mittel und genügend Zeit für die Umsetzung – weitere Faktoren wie gut ausgebildetes Personal mit einem breiten Netzwerk, genügend verfügbare Flächen sowie die politische Mehrheit genauso wichtig zu berücksichtigen sind. Ausserdem wird diskutiert, inwiefern die Zusammenarbeit aller Sektoren bei beiden Projekten von hoher Relevanz für das Gelingen sein kann.
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Eidgenössische Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft WSL
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Subject
Biodiversität; Ökologische Infrastruktur; Policy Aspekte; Sektorübergreifende Umsetzung; Schweiz
Organisational unit
03706 - Widmer, Alexander / Widmer, Alexander
08693 - Gruppe Natural Resource Policy / Natural Resource Policy
Notes
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Is original form of: https://doi.org/10.3929/ethz-c-000785368