Die Anderen als sozialer Kontext. Zur Bedeutung strategischer Interaktion
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Date
2014-09
Publication Type
Journal Article
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Abstract
Strategisches Handeln bedeutet, dass die Ergebnisse einer Handlung von „Ego“ von den Handlungen der „Alteri“ abhängig sind. Solche Situationen sind zahlreich im Alltagsleben, in Wirtschaft und Politik. Pioniere wie Erving Goffman oder Raymond Boudon haben die Bedeutung strategischen Handelns für die soziologische Analyse frühzeitig erkannt. Die Handlungsmöglichkeiten anderer Personen bilden den strategischen Kontext einer Person. Zwischen Kontext und Handlung besteht eine Wechselwirkung, deren Dynamik mit spieltheoretischen Modellen analysiert werden kann. Anhand der drei Beispiele Verantwortungsdiffusion, Wettbewerb und relative Deprivation, sozialer Tausch und Vertrauensproblem wird strategisches Handeln erläutert und aufgezeigt, dass strategischer Kontext die Ressourcen und die Wahrnehmung von Chancen beeinflusst, die in Analysen strategischen Handelns eben nicht als exogen angenommen werden können. Analysen des strategischen Kontexts bewegen sich sowohl auf der Mikro- als auch auf der Makroebene. Allerdings sind die strikten Rationalitätsanforderungen der Modelle nicht immer erfüllt. Oft sind evolutionäre Erklärungen angemessener, die auf weniger restriktiven Annahmen adaptiven Verhaltens basieren.
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66
Pages / Article No.
47 - 66
Publisher
Springer
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Subject
Strategisches Handeln; Strategische Kontexte; Verantwortungsdiffusion; Relative Deprivation
Organisational unit
03639 - Diekmann, Andreas (emeritus)
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