Erneuerung von Einfamilienhäusern
Eine mikroökonomische Analyse für ausgewählte Schweizer Kantone
METADATA ONLY
Author / Producer
Date
2011
Publication Type
Report
ETH Bibliography
yes
Citations
Altmetric
METADATA ONLY
Data
Rights / License
Abstract
Der Energiekonsum im Gebäudebereich stellt circa 30% des gesamtschweizerischen Verbrauchs dar. Eine verbesserte Energieeffizienz von Gebäuden beeinflusst die Nachfrage nach Energie bedeutend und be-einflusst somit die CO2-Emissionen massgeblich. In der Planung von Gebäudeerneuerungen ist es somit wesentlich die Möglichkeiten energetischer Erneuerungen zu berücksichtigen, welche den Energie-verbrauch senken. Energetische Erneuerungen verringern nicht nur die Heizkosten, sondern erhöhen auch den Komfort im Haus. Zudem handelt es sich meist um wirtschaftlich interessante Projekte. Tat-sächlich wird aber häufig beobachtet, dass Gebäudebesitzende, insbesondere Einfamilienhausbesitzer und -besitzerinnen, oftmals Projekte wählen, welche die Energieeffizienz nicht verbessern. Durch die vorliegende Studie, welche vom Bundesamt für Energie finanziert worden ist, soll das Verhalten von Gebäudebesitzenden bei der Wahl von Erneuerungsvorhaben ihrer Häuser untersucht werden. Ziele der Studie sind die folgenden: a) Identifikation und Diskussion von Marktversagen, welche ein Eingreifen des Staates im Bereich Energieverbrauch von Gebäuden rechtfertigen; b) Identifikation und Diskussion von Faktoren, welche den Entscheidungsprozess von Hausbesitzenden beeinflussen; c) Identifikation und Diskussion von den wichtigsten energiepolitischen Massnahmen, welche der Staat nutzen könnte um Hausbesitzende in der Wahl von Erneuerungsprojekten zu beeinflussen. Um diese Fragen zu beantwor-ten, wurden eine eingehende Literaturstudie und zwei Umfragen durchgeführt. Die erste Umfrage ba-siert auf der Erfassung von tatsächlich durchgeführten Erneuerungsarbeiten in den Jahren 1996 bis 2009. In der zweiten Umfrage werden Einfamilienhausbesitzende mit hypothetischen, aber möglichst realitätsnahen Entscheidungssituationen konfrontiert. Die wichtigsten Erkenntnisse der Studie sind folgende. Ein Eingreifen des Staates im Bereich energetische Erneuerungen ist aus folgenden Gründen gerechtfertigt: a) die Preise von Energiedienstleistungen widerspiegeln nicht alle Kosten, sprich der Markt garantiert nicht, dass das Prinzip der Kostenwahrheit und das Verursacherprinzip angewendet wird und b) sowohl bei den Konsumenten wie auch bei Fachleuten besteht ein Informazionsdefizit und zwar nicht nur bezüglich der Verfügbarkeit von neuen Technologien sondern auch bezüglich Kosten und Nutzen von Erneuerungen. Aus diesen Gründen werden bei einer Investition in Gebäudeerneuerungen überwiegend Wirtschaftlichkeits- und Kostenrechnungen auf kurze Sicht durchgeführt, welche dadurch nicht komplett rational ausfallen. Die empirischen Resultate ökonometrischer Schätzungen von Model-len diskreter Entscheidungen (logit, conditional logit) zeigen auf, dass Hausbesitzende, welche in der Beurteilung von unterschiedlichen Erneuerungsprojekten von einem Berater begleitet worden sind, ver-mehrt eine Erneuerung wählen, welche die Energieeffizienz verbessert. Weiter zeigen die Resultate, dass die Verfügbarkeit von Fördermitteln die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass energetische Erneuerungen gewählt werden. Es wird jedoch auch festgestellt, dass dieser Effekt möglicherweise nicht derart stark ist. Eine interessante Erkenntnis aus der Studie für Verantwortliche aus der Energiepolitik ist, dass es sehr erfolgsversprechend zu sein scheint hautpsächlich die Diffusion von Information über technische Mög-lichkeiten und Wirtschaftlichkeit von energetischen Erneuerungen zu fördern und Berater einzusetzen, die auf Gebäudeerneuerungen spezialisiert sind.
Permanent link
Publication status
published
External links
Editor
Book title
Journal / series
Volume
Pages / Article No.
Publisher
Bundesamt für Energie
Event
Edition / version
Methods
Software
Geographic location
Date collected
Date created
Subject
Organisational unit
03539 - Filippini, Massimo / Filippini, Massimo