Die Sicherheitspolitik der Schweizer Jungparteien

Eine empirische Analyse


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Date

2023-04-06

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Bachelor Thesis

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Abstract

Die zunehmende Instabilität der Sicherheitslage im Umfeld der Schweiz und die Rückkehr des Krieges auf europäischen Boden zwingen die politischen Parteien zu einer graduellen Neupositionierung in deren Sicherheitspolitik. Diese Arbeit fokussiert sich auf die Jungparteien («Generation Z»), welche einen historischen Bedeutungszuwachs erleben und in einem als unsicher wahrgenommenen Umfeld aufgewachsen sind, woraus sich die Forschungsfrage ergibt: Wie positionieren sich die Schweizer Jungparteien im Bereich der Sicherheitspolitik? Mittels einer qualitativen Analyse der Parteiprogramme und Positionspapiere zur Sicherheitspolitik wurden die Positionen der wählerstärksten (Mutter-)Parteien in einem Rastermodell einander gegenübergestellt. In einem zweiten Schritt wurden die Papiere der jeweiligen Jungparteien im selben Rastermodell dargestellt und deren Positionen anhand eines Expertenfragebogens im Analyseraster vervollständigt. Schliesslich ermöglicht der Vergleich der Positionen sowohl zwischen den Jungparteien als auch gegenüber deren Mutterparteien eine Standortbestimmung der parteilichen Sicherheitspolitik. Aus dieser empirischen Analyse geht zwischen den Jungparteien eine stärkere Polarisierung durch die Flügelparteien auf dem Links-rechts Spektrum hervor als bei den bereits stark polarisierten Mutterparteien. Während sich die Mitteparteien sowohl konform mit ihrer Mutterpartei als auch zurückhaltend positionieren und einen Schwerpunkt auf die Weiterentwicklung des Dienstpflichtmodells legen, nehmen die Polparteien die Extrempositionen zwischen Armeegegnern und -befürwortern ein. Sie erschweren damit einerseits den nationalen Konsens, scheinen andererseits aber alte Muster ihrer Mutterparteien aufzubrechen, was wiederum Hoffnung auf einen künftigen gemeinsamen Nenner schöpft. Trotz stark eingeschränkter Kapazitäten und Ressourcen zeigen die Jungparteien ein reges Engagement in der Debatte rund um ein neues Dienstpflichtmodell und treten zunehmend als wichtige Akteure in der Schweizer Parteipolitik auf. Ausgangs ruft der Autor sämtliche JungpolitikerInnen zu einer mutigeren Beteiligung in der Sicherheitspolitik und zur Offenheit für demokratische Kompromisse zu Gunsten eines nationalen Konsens auf, welchen die Schweiz so dringend benötigt.

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Examiner : Szvircsev Tresch, Tibor

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ETH Zürich

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Subject

security policy; political parties; youth parties, Jungparteien, Sicherheitspolitik, politische Parteien

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02045 - Dep. Geistes-, Sozial- u. Staatswiss. / Dep. of Humanities, Social and Pol.Sc.

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