amplitude. Dynamische Landschaftsstrukturen für das Seeland.

Semesterdokumentation HS21


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2021

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Klimaadaption der Schweizer Kulturlandschaft - Im Zuge des Klimawandels werden Wetterextreme wie Hitze, Dürre oder Starkregenereignisse massiv zunehmen. Diese Veränderungen werden nicht nur das Leben von Flora, Fauna und Mensch beeinflussen, sondern auch den Charakter und schlussendlich die Identität unserer Schweizer Landschaft. Im Rahmen des Landschaftssemesters ‘amplitude’ untersuchen Architekturstudierende mögliche Szenarien und entwerfen neue Landschaftsstrukturen für das Zihltal zwischen dem Neuenburger- und dem Bielersee, wo zurzeit über eine Dritte Juragewässerkorrektur nachgedacht wird. Die anstehenden Herausforderungen zwingen zum Umdenken und bieten die Chance, unser Verhältnis zur Natur, unser Verständnis von Landschaft und unserem Umgang mit natürlichen Prozessen zu reflektieren. Es gilt Landschaftsstrukturen zu legen, welche sich dieser Prozesse zunutze machen, mit den Ausschlägen der Amplituden umgehen und zukünftige Veränderungen aufnehmen können. Gleichzeitig stellt sich die Frage nach dem Umgang mit unserem kulturellen Erbe – insbesondere in der Schweiz, deren Landschaft massgeblich von Menschenhand gestaltet wurde und wo sich die nationale Identität stark über das Landschaftsbild zwischen Heidiland und Infrastrukturlandschaft definiert. Das Entwurfsstudio sucht nach möglichen Visionen für ein zukunftsfähiges Drei-Seen-Land. Welche Strukturen müssen verändert oder gestärkt werden und welches sind Prozesse, von deren Energien wir für die Umsetzung profitieren können? Die Studierenden sind aufgefordert, eine eigene Haltung einzunehmen und ihr Bild für das Tal zu entwickeln. Im Rahmen eines iterativen Entwurfsprozesses, bei dem sich die parallel laufenden Entwurf und Analyse gegenseitig befruchten, erarbeiten sie eine eigene Narration – ihre persönliche Antwort auf den spezifischen Ort und die konkrete Fragestellung, eingebettet im zeitgenössischen Kontext. Die grosse Bandbreite an Projekten reicht von unterschiedlichen Renaturierungen des Moores über neue verdichtete Landwirtschaftsnutzungen bis hin zu rein physikalisch funktionierenden Bewässerungssystemen. Parallel zum Landschaftsentwurf lernen die zukünftigen Akteure im Raum auch Landschaftsarchitektur als eines der Instrumente kennen, mit denen heutige Fragestellungen beantwortet werden können. Denn diese verlangen immer mehr nach unterschiedlichen Antworten - das Verstehen von Systemen, das Gestalten von Prozessen und ein differenziertes Landschaftsvokabular sind die Grundlagen dazu.

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ETH Zürich

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Kulturlandschaft; Landschaftsarchitektur; Klimawandel; Klimaadaption; Wetterextreme; Infrastrukturlandschaft; Wassermanagement; RAUMENTWICKLUNG (RAUMPLANUNG)

Organisational unit

09832 - Voser, Martina / Voser, Martina check_circle
02655 - Netzwerk Stadt u. Landschaft ARCH u BAUG / Network City and Landscape ARCH and BAUG

Notes

Die Semesterdokumentation kann auf Anfrage bei der Professur Voser bezogen werden.

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